Bezirk Schleswig-Holstein Nordost

Jubilarehrungen 2017 Eckernförde

Jubilarehrungen 2017 Eckernförde

OV Eckrrnförde in Borby

ver.di ehrt langjährige Mitglieder in Eckernförde - Horst Landt 65 Jahre Mitglied der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft ver.di ehrte ihre langjährigen Mitglieder im ESV-Vereinsheim „Abseits am 10. November 2017. Besonders freuten sich Bezirksgeschäftsführerin Ute Dirks und Horst Kunze, ver.di-Vorsitzender in Eckernförde, darüber, Horst Landt (immer noch aktives Mitglied im Ortsvereinsvorstand) für eine 65-jährige Mitgliedschaft ehren zu können. Horst Landt war viele Jahre bei der Post in Eckernförde beschäftigt und Ortsvorsitzender der Postgewerkschaft DPG, einer der ver.di-Gründungsgewerkschaften.

Ute Dirks und Horst Kunze ehrten weiterhin folgende langjährige Mitglieder: Hans-Jürgen Bartelsen, Peter Blaut und Manfred Sierks für 50 Jahre, Ulrike Böttcher, Bodo-Christian Petersen, Hartmut Prussas und Heike Schindler-Lange für 40 Jahre sowie Ilse Diedrichsen, Martin Frercks, Werner Goos, Margit Harder, Heike Hausdörfer, Margarete Kroll, Ursula Leuschner, Inge Plaehn und Adolf Schröder für 25 Jahre. Gerhard Nabert aus Rieseby (60 Jahre) sowie Manfred Bergmann (50 Jahre) und Dirk Carsten (25 Jahre) konnten leider nicht teilnehmen.

Ute Dirks dankte den langjährigen Mitglieder, die das Rückgrat der Gewerkschaft seien. Sie wies darauf hin, dass es ohne die Gewerkschaften viele Errungenschaften wie zum Beispiel Mitbestimmung, Tarifverträge, Kündigungsschutz, Regelungen zum Urlaubsanspruch, zur Arbeitszeit und zu Sonderzahlungen nicht geben würde. Auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall musste erkämpft werden. Kritisch setzte sich Ute Dirks mit der Rentenpolitik auseinander und forderte einen Kurswechsel, da sonst eine massive Zunahme der Altersarmut drohe. „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss in Würde alt werden können und eine auskömmliche Rente bekommen.“, so Ute Dirks.

In seiner Festrede stellte Horst Kunze die Zeit der Gründung der Gewerkschaften und ihrer Vorläufer als Selbsthilfeorganisationen Mitte des 19. Jahrhunderts in einen Zusammenhang zur Gegenwart und zog daraus die Schlussfolgerung, dass die Gewerkschaften heute genauso wichtig sind wie damals. „Die Forderung nach Kurswechsel in der Rentenpolitik muss mit der Forderung nach „Guter Arbeit, von der man leben kann“ verknüpft werden.“ so Kunze. Schließlich gehe es nicht nur um die Rentner, sondern auch und gerade um die Jungen und diejenigen, die im Berufsleben stehen, da sie von der Absenkung des Rentenniveaus besonders betroffen sein werden.

Er sprach sich gegen den Antrag des Wirtschaftskreises Eckernförde für zwei zusätzliche verkaufsoffene Sonntage in 2018 aus: „43 verkaufsoffene Sonntage im Jahr sind genug. Es gibt keine Notlage, keine Unterversorgung und keine besondere Situation, die zusätzliche verkaufsoffene Sonntage in Eckernförde erforderlich machen.“ Er wies darauf hin, dass ver.di in anderen Städten in ähnlich gelagerten Fällen bereits erfolgreich geklagt habe.

Als DGB Ortsvorsitzender nahm er ausführlich Stellung zum Thema Imland-Klinik Eckernförde. Den Erhalt der Entbindungsstation und Gynäkologie, für den sich auch der DGB ausgesprochen habe, wertete er als Erfolg des massenhaften Protestes der Bürgerinitiative und ihrer Unterstützer. „Den Verlust der Kinderstation und damit der notfallmedzinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Eckernförde können wir nicht hinnehmen. Wir sind zutiefst von der Kreistagsmehrheit von CDU, FDP, SSW und GRÜNEN enttäuscht, die die Kinderstation in Eckernförde entgegen vorheriger Versprechen geopfert haben. Die Wählerinnen und Wähler in Eckernförde und Umland sollten sich bei der Kommunalwahl im Mai 2018 daran erinnern. Die SPD (insbesondere deren Fraktionsvorsitzender Dr. Kai Dolgner) habe sich in der Kreistagssitzung und auch in der Öffentlichkeit nachdrücklich für den Erhalt der Kinderstation in Eckernförde eingesetzt. Auch die Partei DIE LINKE habe in einer Pressenotiz eindeutig Stellung bezogen. Der DGB fordert die Sicherstellung der notfallmedizinischen Versorgung für Kinder und Jugendliche in Eckernförde sowie die Wiedereinrichtung der Kinderstation in der Imland-Klinik Eckernförde und ist bereit, das von Bürgerinitiative beabsichtigte Bürgerbegehren zu unterstützen.

Ausdrücklich begrüßt der DGB, dass seine langjährige Forderung nach bezahlbarem Wohnraum und nach Förderung des sozialen Wohnungsbaus von der Politik in Eckernförde aufgenommen worden ist. Der DGB ist für eine Quote von mindestens 30 % und dafür, dass Erpressungsversuche von Investoren wie zum Beispiel beim „Prinzenpark" abgewehrt werden.

Die Veranstaltung wurde musikalisch von Bianca Bruedgam am Akkordeon begleitet. Im Anschluss an die Ehrungen wurden beim gemeinsamen Grünkohlessen manche Anekdoten ausgetauscht aber auch Pläne für die zukünftigen Aktivitäten geschmiedet. „Ihr macht eine tolle Arbeit in Eckernförde. Dazu gehört die Jubilarehrung als fester Bestandteil, die wir auch im kommenden Jahr wieder durchführen wollen.“, so Bezirksgeschäftsführerin Ute Dirks.

Tür den Inhalt: Horst Kunze